Vorträge (Auswahl) / Einführungen
Dr. Franz Schoenfeld (1834-1911): Farbenproduzent und Kunstsammler mit Leidenschaft und Geschäftssinn
Dr. Franz Schoenfeld (1834-1911): Farbenproduzent und Kunstsammler mit Leidenschaft und Geschäftssinn
Eine Spurensuche vom Künstlerverein Malkasten und RED -Restaurierungszentrum Düsseldorf zum Tag der Archive 2026
10. März 2026
Zum diesjährigen „Tag der Archive“ begeben sich der Künstlerverein Malkasten und das RED – Restaurierungszentrum Düsseldorf am 10.03.2026 um 19:00 Uhr gemeinsam auf eine Spurensuche.
Der Künstlerverein Malkasten gilt seit seiner Gründung 1848 als zentraler Ort für geselliges Beisammensein von Künstlern und Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft.
Welche Zeugnisse sprechen heute für die Bedeutung des Vereins als kommunikative Schnittstelle zwischen den Künstlern, Akteuren des Kunstbetriebes sowie Kulturinteressierten in Düsseldorf?
Im Mittelpunkt des Vortrages der Gemälderestauratorin Inken Maria Holubec und der Kunsthistorikerin Sabine Schroyen steht der Düsseldorfer Unternehmer Dr. Franz Schoenfeld (1834-1911). Er war international erfolgreicher Hersteller der Schoenfeld/ LUKAS-Künstlerfarben und langjähriges Mitglied im Künstlerverein Malkasten. Durch engen Kontakt mit Düsseldorfer Kunstschaffenden baute er eine umfangreiche Gemäldesammlung auf, von der sich ein Teil heute im Kunstpalast befindet. Hat die Mitgliedschaft mehrerer Generationen der Familie Schoenfeld im Künstlerverein Malkasten Spuren hinterlassen? Und lassen sich durch maltechnische Untersuchungen an Gemälden aus dem Nachlass von Franz Schoenfeld Hinweise auf die von Schoenfeld vertriebenen Produkte finden? Wie viel erfährt man über die Farbproduktion der Zeit in dem Archiv der Firma, das sich heute im Restaurierungszentrum befindet?
Foto: Pigmente, Bindemittel, Farbblase und Farbtube, Kunsttechnologisches Archiv des RED, Foto: Inken M. Holubec, © RED -Restaurierungszentrum Düsseldorf (l.); Musikdirektor Julius Tausch als Kegelspieler im Malkasten, Karikatur um 1860, © Malkasten-Archiv
"Narrentum und kulturhistorische Studien - Maskenfeste und Redouten des Künstlerverein Malkasten"
Der Vortrag beleuchtet die Maskenfeste und Redouten des Künstlerverein Malkasten. Insbesondere die Redouten, die jährlichen Maskenbälle zur Karnevalszeit stehen dabei im Mittelpunkt, aber auch weitere Kostümbälle und Feierlichkeiten kommen zur Sprache. Das erste Maskenfest im Künstlerverein Malkasten fand am 14. Februar 1852 zu „Aschenbrödels Hochzeit“ statt. Stets bestimmte das Thema des Balls die Inszenierung des Abends, die Dekoration und die Kostüme. Märchen, aber auch historische Ereignisse und Künstlerpersönlichkeiten stellten ein Motto für die Redouten. Die Künstler des Vereins verfassten Bühnenstücke und entwarfen nicht nur die Bühnendekorationen und Einladungskarten, sondern auch die Kostüme der Teilnehmer:innen.
Vortrag von Sabine Schroyen M.A. zum "Tag der Archive", Dienstag 5. März 2024, 19:00 Uhr
Künstlerverein Malkasten, Jacobistr. 6A, 40211 Düsseldorf
Beamervortrag mit Abbildungen
Dauer: ca. 60 min
"Schön und nützlich - Wohltätigkeitsveranstaltungen Düsseldorfer Künstler"
Vortrag von Sabine Schroyen M.A. zum "Tag der Archive", Dienstag, 10. März 2020, 19:00 Uhr
Künstlerverein Malkasten, Jacobistr. 6a, 40211 Düsseldorf
Beamervortrag mit Abbildungen
Dauer: ca. 60 min
"Ein Streben nach Vollendung. Zum Leben und Werk des Malers Carl Gehrts (1853 – 1898)"
Zeit seines Lebens griff der Düsseldorfer Maler Carl Gehrts nach den Sternen. Er selbst schrieb, dass er künstlerisch "nach Vollendung strebe" und mit "nahezu unbezwinglicher Lust, etwas Großes machen" wolle. Was bereits bei seinen ersten frühen Arbeiten als Weimarer Kunstschüler spürbar wurde, fand seinen Höhepunkt dann in den 1897 fertiggestellten monumentalen Wandfresken der Düsseldorfer Kunsthalle. Der Vortrag stellt das umfangreiche und vielfältige künstlerische Schaffen des Künstlers vor und zeichnet seinen viel zu kurzen Lebensweg anschaulich nach.
Beamervortrag mit Abbildungen
Dauer: ca. 60 min
"Mit Germanen und Düsselnixe – Festinszenierungen des Künstlervereins Malkasten im Jacobi'schen Garten"
Der Künstlerverein Malkasten wurde 1848 als gesellige Verbindung von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule gegründet. Seit Ende der 1850er Jahre ist der Malkasten im Besitz des Landschaftsgartens von Friedrich Heinrich Jacobi, einem prominenten Düsseldorfer Philosophen des 18. Jahrhunderts. Hier fanden die weit über die Rheinlande hinaus bekannten Künstlerfeste statt. Unter hohen Bäumen, zwischen Düsselbach und Venusteich ist auch heute noch die besondere Atmosphäre der Gartenanlage erlebbar.
Beamervortrag mit historischen Abbildungen
Dauer: ca. 60 min
"Narrentum und kulturhistorische Studien: Künstlerfeste und Redouten des Künstlervereins Malkasten Düsseldorf"
Der Künstlerverein Malkasten wurde im Jahr 1848 in Düsseldorf als gesellige Verbindung von Künstlern der "Düsseldorfer Malerschule" gegründet. Ein zentrales Ereignis innerhalb der jährlichen regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen war der Karneval, den der Verein an drei aufeinanderfolgenden Tagen feierte. Den Auftakt dieser sogenannten Redouten bildete eine thematisch gebundene Inszenierung in Form eines Festspiels mit einer aufwendigen Bühnendekoration. Insbesondere für den Zeitraum 1887 bis 1903 können Aussagen über den Aufbau der Festspiele und auch über den Stellenwert der Musik innerhalb der Inszenierungen getroffen werden.
Beamervortrag mit historischen Abbildungen
Dauer: ca. 60 min
Historische Vorträge
"Volksbildung und Unterhaltung edelster Art" – Projektionsvorträge der "Lichtbildanstalt Carl Simon & Co."
Die Projektionskunst erlebte in Deutschland nach 1900 einen großen Boom. Vereine, Gemeinden oder Personen mit einem gemeinsamen Hobby liehen Lichtbildreihen aus, die sie sich an kurzweiligen Abenden gemeinsam ansahen. Carl Simon aus Düsseldorf bot ab 1907 Motivreihen an, die aus 60 – 80 handkolorierten Glasdiapositiven im Format 8,5 x 8,5 cm und einem Vortragsheft bestanden. Hieraus las ein professioneller Sprecher die Beschreibungstexte vor, untermalt von gemeinsam gesungenen Liedern, einem kleinen Orchester oder Solosängern. Die sich erhaltenen Lagerbestände der Lichtbildanstalt wurden ab 2010 von uns aufgearbeitet und sind in der Bilddatenbank
abrufbar. Zur Verfügung stehen über 140 Projektionsvorträge zu allen Lebensbereichen.
Dauer: 45 - 90 Minuten
Hinweis
Alle Vorträge können gebucht werden!
